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Veröffentlicht in: Private Ranking/SEO/
11.01.2010

Berichte 2009 und Besucher-Trends

Falls Sie es noch nicht bemerkt habe: Die Ranking Berichte 2009 sind erstellt und können kostenlos abgerufen werden! In diesen Berichten können Sie für jedes Keyword und jede Suchmaschine das Ranking für 2009 betrachten. Sofern Sie es über das Jahr in Ihrer Liste hatten.

Wie kann ich die Berichte verwenden?

Falls Sie als Marketing-Verantwortlicher für Ihre Firma das Ranking überwachen, sind die Berichte eine Unterstützung für Ihre Jahresanalyse. Wo haben wir uns verbessert? Wo ist das Ranking schlechter geworden? Haben sich unsere Bemühungen ausgezahlt?

Darüber hinaus können Sie folgende interessante Auswertung erstellen:

(Gilt jeweils für den Google-Report unter der Annahme, dass die meisten Ihrer Besucher auch über Google kommen)

Suchen Sie sich Begriffe aus dem Google-Ranking-Report heraus, bei denen starke Schwankungen über das Jahr vorlagen. Insbesondere, wenn ein Keyword aus den Top10 gefallen ist oder dorthin aufgestiegen ist, könnte es interessant sein. Hier ist ein solches Keyword:

Ab der 36 Kalenderwoche ist das Ranking stark abgefallen. Ab dem Zeitpunkt ist es nahezu dauerhaft hinter eine Top10 - Position gefallen.

Dann loggen Sie sich in Ihren Besucherzähler/Webanalytics - Programm ein. Das geläufigste dieser Art dürfte Google Analytics sein, auch hier die Grundlage der Analyse. Dort können Sie für Ihre Domain unter "Zugriffsquellen" -> "Keywords" den Begriff auswählen, für den Sie im Ranking-Bericht die Schwankungen festgestellt haben. Die Besucher, die nur über diesen Begriff auf Ihre Seite gekommen sind, können Sie sich mit einem Klick auf den Begriff anzeigen lassen. Achten Sie darauf, für den Zeitraum das komplette Jahr 2009 auszuwählen und unter "Grafik nach" die Wochenansicht einzustellen. Für unser Beispiel sieht die Grafik folgendermaßen aus:

Demnach ist die Anzahl der Besucher ab dem Zeitpunkt der Ranking-Verschlechterung um nahezu 3/4 zurückgegangen.

Was kann man daraus schließen?

  1. Es lohnt sich generell, für dieses Keyword gut platziert zu sein (hohe Nachfrage).
  2. Eine erneute Top10-Platzierung für dieses Keyword würde die Besucherzahlen mehr als verdoppeln (hohes Potential).

Durchforsten Sie selbst einmal Ihre Berichte nach solchen Auffälligkeiten. So können Sie relativ schnell Begriffe identifizieren, bei denen sich eine gute Position lohnt. Es macht Sinn, sich bei seine Optimierung auf solche Keywords zu konzentrieren. Viel Spaß dabei!

Kommentare 1
Tags:  Blog
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Veröffentlicht in: SEO/
10.10.2009

Wie verbessere ich die Ladezeit meiner Webseite?

Aus aktuellem Anlass möchte ich unseren ersten SEO-Beitrag zum Thema „Ladezeiten“ schreiben. Im Juli hat Bill Slawski auf SEO by the Sea ein neues Yahoo-Patent besprochen, welches die Ladezeit einer Webseite als Rankingfaktor beschreibt. Am Montag hat Johannes das Thema mit einer Untersuchung auf die Agenda geschoben, und auch mir brennt es auf der Tastatur, dazu etwas zu schreiben.

Ladezeit kein Ranking-Faktor!

Die Frage, die sich sowohl Bill und Johannes stellen, ist: Sind Ladezeiten ein Rankingfaktor? Die aktuelle, offizielle Antwort von Google ist: Nein (siehe Videobeitrag von Matt Cutts).

Ich will hier die Diskussion nicht wiederholen, ob Google an dieser Stelle zu glauben ist oder nicht. Wer sich dafür interessiert, kann sich die 25+ Kommentare bei Johannes durchlesen. Wenn es nach seiner Auswertung geht, scheint die Ladezeit doch einen unmittelbaren Einfluss auf das Ranking zu haben (ich bin mir ziemlich sicher, dass sie das hat). Was ich aber für viel wichtiger halte, ist nicht der unmittelbare Einfluss auf das Ranking, sondern die Probleme, die mittelbar durch (zu) lange Ladezeiten entstehen.

Hohe Ladezeiten sind trotzdem schlecht!

Die Ladezeit einer Webseite ist einer der wichtigsten Optimierungs-Faktoren überhaupt! Warum?

  1. Die Suchmaschinen rufen möglichst alle Webseiten einer Präsenz regelmäßig ab, um sie in den Index aufzunehmen. Dabei bemisst sich die Intensität dieses „Crawlings“ und die Zeit, die dafür zur Verfügung steht, nach 2 Faktoren. Erstens hängt es davon ab, wie gut die Webseite verlinkt ist. Das bestimmt, wie tief die Suchmaschine in Ihrer Navigation hinabsteigt und sich die Seiten holt. Der zweite Faktor ist die Ladezeit, denn die Suchmaschine möchte bei einem eh schon überlasteten Server nicht noch mehr Arbeit machen und die Seite eventuell ganz abschießen. Das Ergebnis ist jedenfalls das gleiche: Je länger es dauert, Ihre Seiten abzurufen, desto weniger Webseiten nimmt die Suchmaschine auf.

  2. Der normale USer mit DSL-Anschluss ist es gewohnt, ein bis zwei Sekunden auf eine Webseite zu warten. Mit jeder zusätzlichen Sekunde, die Ihre Webseite auf sich warten lässt, verlieren sie ca. 20% Ihrer Besucher. D.h. nach 6-7 Sekunden haben Sie fast alle Ihrer mühsam geworbenen User verloren. Verdienen Sie Geld mit Ihrer Homepage? Bezahlen Sie womöglich noch für Werbung wie AdWords oder Affiliate-Marketing, damit Sie Besucher bekommen? Was meinen Sie, wieviel Prozent mehr Umsatz würden Sie machen, wenn sich Ihre Ladezeit um 1, 2 oder sogar 5 Sekunden verbessern würde? Je nach Umsatzpotential können Sie sich zusammen mit dem schnelleren Server auch gleich das neue Auto bestellen. Hohe Ladezeiten sind maximal schlecht fürs Geschäft.

  3. Wenn Sie durch lange Ladezeiten eine hohe Abbruchrate haben, produzieren sie gefrustete Surfer – je besser Ihr Ranking, desto mehr. Genau das, was sie Suchmaschinen eigentlich nicht haben wollen. Im Moment scheint es Google und Co. ja egal zu sein. Wenn ich Suchmaschine wäre, würde ich mir das nicht mehr lange anschauen.

Es ist mir deshalb auch nicht ganz klar, wieso Google bzw. Matt Cutts dieses Thema so abtut. Er weist zwar darauf hin, dass der User genervt sein könnte und dass man etwas dagegen tun müsste, die o.g. mittelbaren Probleme spricht er aber überhaupt nicht an.

Ladezeit doch ein Rankingfaktor? - Definitonssache

Beispiel: Ihre Webseite besteht aus 10.000 Unterseiten. Weil diese jeweils 3 Sekunden zum Laden benötigen, nimmt die Suchmaschine nur 500 davon auf. Das ist 9500 mal ein verlorenes, potentielles Ranking – aber eben indirekt, mittelbar. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass man mit besseren Ladezeiten was für seine Besucher, sein Ranking und seinen Geldbeutel tun kann.  Darum möchte ich hier ja auch erzählen, was Sie für bessere Ladezeiten tun können.

Zwischenschritt: Wie ist denn genau meine Ladezeit?

Bevor ich zur Lösung komme, könnte es interessant sein, erstmal die eigentliche Ladezeit festzustellen. Erste Anlaufstelle ist bei mir immer das Google Webmastertool. Dort wird einem die „Dauer des Herunterladens einer Seite“ angezeigt (Unter Domain -> Diagnose -> Crawling-Statistiken.

Interessant ist hier der Durchschnittswert. Erfahrungsgemäß sind die dort präsentierten Zahlen höher als ein normaler Browser-Abruf. Das liegt vermutlich  daran, dass die Grafik den durchschnittlichen Wert aller gecrawlten Seiten einer Präsenz darstellt. Eventuell gab es während des Runterladens einzelner Seiten Timeouts oder manche Seiten beinhalten rechenintensivere Anwendungen, die etwas länger auf sich warten lassen. Die Statisitk oben betrifft eine Webseite, die auf der Startseite konstant eine Ladezeit von 300 Millisekunden hat. Ich weiß aber auch von Unterseiten, die etwas länger brauchen.

Egal, das Ergebnis hier ist: Alles um 1000 Millisekunden im durchschnitt ist vertretbar. Das ist auch nur ein erster Anhaltspunkt, wir messen das jetzt genauer.

Das beste Tool zur Messung der Ladezeit ist meiner Meinung nach Google Page Speed. (Nanü, schon wieder von Google? Scheint denen ja doch nicht so egal zu sein mit der Ladezeit…). Für die Installation braucht man einen aktuellen Firefox der Version 3.5 oder höher mit der Erweiterung Firebug Version 1.4.2 oder höher. Nach der Installation kann in der Firebug-Kosole die Page-Speed Messung unter dem Karteireiter "Page Speed Activity" mit dem Knopf "Record Activity" aktiviert werden. Dann wird automatisch die Ladezeit aller im Browser geöffneten Webseiten mitgeschnitten. Etwas gewöhnungsbedürftig: Page Speed dröselt die Ladezeit aller geladenen Inhalte in einem durchgehenden Zeitstrahl auf:

Für unseren Blog kann man erkennen, dass es erstmal eine Sekunde dauert, bis die Datei blog.html vom Server angefragt und zurückgegeben wird. Danach zieht der Browser eine CSS, Javascript und Bilddatei nach der anderen vom Server.

Je nach Größe der Datei, Rechenpower und Auslastung des Servers dauert das Laden der einzelnen Elemente (HTML, Bilder, CSS-Dateien, Javascript-Dateien etc.) mehr oder weniger lang. Alle Elemente zusammengenommen bilden die Ladezeit. Wenn jetzt ein Element, z.B. ein Bild, besonders groß ist, verlängert sich dementsprechend die Gesamtzeit, bis die Webseite komplett dargestellt ist. Wenn der Server langsam ist – warum auch immer – verzögert sich das Laden aller Elemente. Auch kann es sein, dass Sie Elemente in Ihre Webseite eingebunden haben, die auf fremden Servern liegen (z.B. Werbebanner von Affiliate-Plattformen, Tracking-Code von Besucherzählern). Dann hängt Ihre Ladezeit auch von deren Auslastung bzw. Antwortzeit ab. Weiter unten in der Page-Speed Auswertung kann man sehen, dass unsere Bookmark-Icons, die von einem Fremdanbieter geladen werden, ganz schön lange brauchen:

Noch ein kleiner Hinweis zu Firebug: Wenn nicht mehr getestet wird: ausschalten! Das Ding überlädt den Firefox-Speicher im handumdrehen, und man hat ein generelles Ladezeitproblem auf seinem Rechner.

Lösung Teil 1: On Page Ladezeiten verbessern

Ok, was können Sie tun, um Ihre Ladezeit zu verbessern?
Alt, aber bewährt: Halten Sie Ihre Webseite schlank!

  • Achten Sie darauf, dass der Quellcode aufgeräumt und die HTML-Datei nicht größer als 50 Kilobyte ist.
  • Keine großen Bilder! Benutzen Sie Flickr, wenn Sie Ihre hochaufgelösten Urlaubsfotos präsentieren wollen. Verkleinern Sie Bilder mit einem Bildbearbeitungsprogramm auf die richtige Größe, bevor Sie sie auf die Webseite stellen. Ein 1 Megabyte Bild ist immer noch 1 Megabyte groß, auch wenn Sie es per HTML kleiner darstellen.
  • Binden Sie den Tracking-Code von Besucherzählern am Ende Ihrer Webseite ein, sofern dies möglich ist.
  • Wenn Sie merken, dass fremde Werbebanner nur sehr langsam laden oder Ihre Seite verzögern, laden Sie sich das Bild herunter und speichern Sie es lokal auf Ihrem Server. Das hat meistens keine Auswirkungen auf die Abrechnung (keine Garantie, informieren Sie sich vorher!). So sind Sie unabhängig von möglichen Serverausfällen dritter.
    Also statt:
    <img src="http://www.fremderserver.de/banner.jpg">
    runterladen und
    <img src="http://www.meinedomain.de/meinebilder/banner.jpg">
    oder
    <img src="/meinebilder/banner.jpg">
  • Lagern Sie Ihre Styles in möglichst eine CSS-Datei aus. Lagern Sie Ihre Javascript-Funktionen in möglichst eine externe Datei aus.

  • Falls jemandem noch etwas dazu einfällt, bitte in den Kommentaren ergänzen.

Verwenden Sie ein Redaktionssystem zur Verwaltung Ihrer Inhalte wie Typo3, Wordpress oder Joomla? Sprechen Sie Ihren Webmaster auf „Caching“ an. So vermeidet man, dass immer gleiche Skript- und Datenbankabfragen unnötige Last verursachen. Falls Sie das Content Management System Typo3 benutzen (so wie wir), finden Sie dazu hier mehr Infos. Alle anderen, bitte googlen.

 

Lösung Teil 2: Mehr Leistung

Ab einer gewissen Besucheranzahl kommt man um eine Erweiterung der Rechenpower nicht herum. Vor allem wenn man mit seiner Webseite Geld verdient, darf es nicht an ein paar gesparten Euros hängen, dass man potentielle Kunden bewusst vom Kaufen fernhält. Leider ist die Auswahl an passenden Produkten hier sehr beschränkt. Die meisten Webmaster hängen zu hunderten auf „Shared Webhosting“ Paketen herum und haben keinen Einfluss auf die Rechenpower, die ihrer Seite zuteil kommt. Zwar gibt es bei den meisten Webhostern die Möglichkeit, durch Aufpreis den Traffic oder den Speicherplatz zu erhöhen, mehr Rechen-Leistung kann man aber nicht kaufen. Die Alternative ist dann meistens der eigene Server. Das scheitert aber entweder am Know-How (Root-Server, selbst ist der Linux) oder am Preis (Managed Server, das dicke Ding mit persönlichem Betreuer).

Interessant ist an dieser Stelle ein Angebot des Hosters meines Vertrauens, Hosteurope. Dort firmiert seit ein paar Wochen unter dem etwas missverständlichen Namen „Virtual Server Managed“ ein Angebot, bei dem man garantierte Leistung einkaufen kann, ohne gleich einen ganzen Server bestellen zu müssen. Die Verwaltung ist wie bei einem normalen Webpaket, also keine Linux-Kommandozeile, alles über die Weboberfläche. Nur dass man hier ganz individuell seinen eigenen Teil vom Server einkauft. Das ist echt mal nice. Für den ambitionierten Suchmaschinenoptimierer bietet sich übrigens ein SEO-Webpaket mit unterschiedlichen IP-Adressen an.

BTW: Jemandem aufgefallen, dass wir gestern auch auf einen Server Managed umgezogen sind? Direkt mal Ranking checken und ungeahnte Geschwindigkeiten erleben :-)

Fazit:

Die meisten Verbesserungen sind also kostenlos zu haben. Auch ein Leistungs-Upgrade kostet nicht die Welt, gerade wenn man das mögliche Potential bedenkt. Für welche Maßnahmen auch immer sie sich entscheiden, Ihre User und langfristig auch die Suchmaschinen werden Ihnen dankbar sein, da bin ich mir sicher!

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